Kontakt Schriftgröße ändern A A A MAIGUT-OnlineSHOP

August-Lücke-Werkstatt

Arbeiten in Obernkirchen

Wir sind eine Betriebsstätte für Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung und bieten unterschiedlichste Arbeitsangebote mit den Schwerpunkten Holztechnik, Montage und Verpackung sowie eine MAIGUT® Holzmanufaktur. Mit unseren 60 Mitarbeitern*innen sind wir ein attraktiver, moderner, barrierefreier und energieeffizienter Betrieb in Obernkirchen. Entsprechend ihren Fähigkeiten und Neigungen finden unsere Mitarbeiter*innen hier einen Arbeitsplatz.

Unsere Betriebsstätte versteht sich sowohl als professioneller Wirtschaftspartner, als auch als Förderer der Menschen mit Beeinträchtigung. Denn das Voranbringen jedes Einzelnen hat einen genauso großen Stellenwert wie die Abwicklung der anfallenden Produktionsaufträgen. Unsere Betriebsstätte verfolgt unter anderem das Ziel in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Hierfür stehen Außenarbeitsplätze in Partnerunternehmen zur Verfügung.

Aufnahme und Erstkontakt

Jeder Mensch hat das Recht, selbstbestimmt am Arbeitsleben teilzuhaben. Auch Sie!

Wir freuen uns, dass Sie Interesse an der Teilnahme im Berufsbildungsbereich / Eingangsverfahren oder an der Mitarbeit im Arbeitsbereich oder an einer Beschäftigung in unserer Tagesförderstätte haben.

Voraussetzung für eine Aufnahme ist der Übernahme der Kosten durch den zuständigen Leistungsträger. Ob Sie einen Anspruch haben, klärt der zuständige Leistungsträger. Wenn Sie sich für den Berufsbildungsbereich interessieren, ist in der Regel die Agentur für Arbeit oder der Rentenversicherungsträger der zuständige Leistungsträger.

Für eine Aufnahme im Arbeitsbereich müssen Sie entweder

  • In den letzten sechs Monaten einen Berufsbildungsbereich beendet (insgesamt 27 Monate) haben oder
  • aus einer anderen Werkstatt für Menschen mit Behinderung / Beeinträchtigung (WfbM) direkt zu uns wechseln.

Sie können sich gerne vorab nach Terminvereinbarung unverbindlich über unser Angebot informieren. Es besteht auch die Möglichkeit, vor einer Aufnahme in unserer Einrichtung zu hospitieren. Vorbehaltlich einer Kostenzusage durch den Leistungsträger kann nach Abschluss eines Bildungs- oder Werkstattvertrages die Aufnahme in eine unserer Einrichtungen erfolgen. Informieren Sie sich auf unseren Seiten über die verschiedenen Bildungs- und Arbeitsangebote der PLSW. Falls Sie Fragen haben, wenden Sie sich sehr gerne an unsere Ansprechpartner*innen.

Arbeitsbereiche

unterliegen einem ständigen Wandel

Die einzelnen Fertigungsprozesse sowie die Begleitung der Mitarbeiter*innen stellen hohe fachliche und soziale Anforderungen an das Personal. In den Arbeitsbereichen sind Holztechniker, Handwerksgesellen aus dem Tischlerei-/Zimmereihandwerk und Fachkräfte mit den entsprechenden sonderpädagogischen Zusatzausbildungen für die Prozesse verantwortlich.

In unserer August-Lücke-Werkstatt steht Ihnen folgendes Spektrum an Beschäftigungsfeldern und somit ein sinnvoller Dauerarbeitsplatz in folgenden Arbeitsbereichen zur Verfügung:

HolztechnikMontage und VerpackungKüche und Hauswirtschaft (internes Angebot)
Kioskverkauf (internes Angebot)

Begleitender Dienst

Beratung und Unterstützung

Für die Anleitung und Begleitung der Arbeitsgruppen sind Gruppenleiter*innen mit einer handwerklichen/technischen Berufsausbildung sowie sozialpädagogischer Zusatzqualifikation zuständig.

Zusammen mit den Mitarbeitern der Begleitenden Dienste und in Zusammenarbeit mit dem Psychologischen Dienst leisten sie gemeinsam, dass der Auftrag zur Teilhabe am Arbeitsleben erfüllt wird. Berufliche, soziale und gesellschaftliche Integration sind dabei von gleichrangiger Bedeutung.

Beim Begleitenden Dienst erhalten Menschen mit Beeinträchtigungen und deren Angehörige individuelle und umfassende Beratung und Unterstützung in persönlichen, therapeutischen, finanziellen und rechtlichen Fragen.

Mögliche Beratungs- und Unterstützungsfelder

  • Umfassende Beratung über eine Beschäftigung in unseren Werkstätten
  • Beratung über Zugangsvoraussetzungen und notwendige behördliche Schritte
  • Beratung und Hilfestellung bei finanziellen Problemen im häuslichen Bereich
  • Kontaktaufnahme zu und Umgang mit Behörden und Kostenträgern
  • Unterstützung bei Problemen in der Familie, Aufbau eines stabilen Netzwerkes zur Entlastung der Familie
  • Wohnplatzfindung, z. B. im ambulant betreuten Wohnen in Zusammenarbeit mit Eltern und gesetzlichen Betreuern des Angehörigen
  • Hilfestellung bei Problemen, die Sie oder Ihre Familie nicht mehr allein lösen können
  • Individuelle Hilfeplanung für jeden einzelnen Mitarbeitenden gemeinsam mit den Fachkräften der Werkstätten

Arbeitsbegleitende Angebote

Zielorientiert und abwechslungsreich

Die Arbeitsbegleitenden Angebote sind ein Bildungs-, Sport-, Lebenspraxis- und Kreativangebot für die Mitarbeiter der PLSW Werkstätten. Die Angebote dienen der Förderung der beruflichen Leistungsfähigkeit sowie Persönlichkeitsentwicklung und stehen im engen Bezug zu den Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten der Werkstattarbeit.

Wichtige Ziele der Arbeitsbegleigenden Angebote sind auch die Lebensfreude der Teilnehmer und die Möglichkeit zur Begegnung mit anderen Mitarbeitern. Sie werden überwiegend als Gruppenangebote durchgeführt. Jede/r Mitarbeiter*in der PLSW Werkstätten hat einen Anspruch auf die Teilnahme an den Arbeitsbegleitenden Angeboten. 2 x im Jahr gibt es einen Katalog, in dem alle Angebote verzeichnet sind.

Die Angebote werden gemeinsam vom Begleitenden Diensten und den Teilnehmern, unter Berücksichtigung individueller Interessen und Entwicklungsziele, ausgewählt.

Auswahl der Angebote nach Bildungszielen:

  • Berufliche Bildung z.B. Autopflege, Metallbearbeitung
  • Bildungs Angebote z.B. Lesen/Schreiben/Rechnen, Englisch für Anfänger, Gebärdensprache
  • Kreativ Angebote
  • Sport Angebote
  • Persönlichkeitsförndernde Angebote
  • Lebenspraktische Angebote

 

Ausgleichsabgabe

Vorteil für Auftraggeber

Durch Aufträge an Werkstätten für behinderte Menschen bekunden Sie eine hohe soziale Verantwortung und können von folgenden Vorteilen profitieren:

Arbeitgeber, die durch Aufträge an anerkannte Werkstätten für behinderte Menschen, zur Beschäftigung behinderter Menschen beitragen, können Auftraggeber die besonderen wirtschaftlichen Vorteile in der Zusammenarbeit mit uns direkt nutzen. Nach § 223 SGB IX können Arbeitgeber, die Aufträge an uns vergeben, 50 % des Rechnungsbetrages der Lohnkosten auf die jeweils zu zahlende Ausgleichsabgabe anrechnen.

Zertifizierung

Unsere Werkstatt ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2015

Qualitätserfahrung

Bereits seit 15 Jahren sind wir nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. Unsere Qualitätsentwicklung stützt sich zum einen auf einen transparenten Informationsfluss und zum anderen widmen wir neben der fachlichen Qualifikation und Schulung der MitarbeiterInnen einem umfassenden sowie präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutz höchste Aufmerksamkeit.

Qualitätsentwicklung

Zur Sicherung und Verbesserung unserer Produkt- und Dienstleistungsqualität unterziehen wir uns einer ständigen internen und externen Überprüfung. Mit unseren erzeugten Produkten nehmen wir erfolgreich am Marktgeschehen teil und sind ein anerkannter Partner der Wirtschaft. Unser vorrangiger Kernprozess ist jedoch die Arbeit mit und am Menschen mit Beeinträchtigung. In unseren Qualitätsmanagementprozessen stimmen wir aus diesem Grund unseren pädagogischen Anspruch mit den Kundenanforderungen fortlaufend ab.

Ökologischer Gedanke

In dem Bewusstsein begrenzter Ressourcen und ständig steigender Rohstoffpreise ist bei uns Nachhaltigkeit und Klimaschutz zentrales Thema.

Die gesamte Werkstatt wird deshalb ausschließlich mit einem innovativen, auf die Werkstatt abgestimmten Heizsystem beheizt, bei dem nur nachwachsende und umweltfreundliche Rohstoffe zum Einsatz kommen.

Mittels modernster Steuerungstechnik werden die in der Werkstatt anfallenden Holzreste zerkleinert, Holzspäne zu Briketts verpresst, um danach bedarfsgerecht und vollautomatisch in eine Biomasse - Heizanlage überführt zu werden. Diese Form der Heiztechnik gewährleistet eine emissionsarme Verbrennung. Die Verbrennungsrückstände werden gesammelt und können als effektiver Dünger im Garten zum Einsatz kommen.Ein ökologischer Kreislauf!

August-Lücke-Stiftung

Benannt nach dem Namensgeber und Tischlermeister August Lücke

Die August Lücke Stiftung wurde als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts vom Tischlermeister August Lücke (1903 – 1986) im Jahre 1984  ins Leben gerufen.

Die Eheleute Lücke bewohnten ein stattliches Wohn- und Geschäftshaus am Rande der Obernkirchener Innenstadt. Trotz zweier Weltkriege war es den Lückes gelungen durch Fleiß, Geschäftssinn und Sparsamkeit eine Tischlerei erfolgreich zu führen und im Laufe der Jahre einen gewissen Wohlstand zu erreichen. Gegen Ende seines Berufslebens vermietete der Tischlermeister seine Werkstatt an die Paritätische Gesellschaft Behindertenhilfe ( PGB ) in Stadthagen. Die Eheleute blieben kinderlos. Sie beschlossen daher ihren Wertbesitz, ihren humanitären Überzeugungen entsprechend, sozialen Zwecken zu widmen. Testamentarisch wurde im Jahre 1984 verfügt, das Vermögen an Haus- und Grundbesitz auf eine Stiftung zu übertragen. Die Erträge aus dem Besitztum sind für dessen vollumfängliche Erhaltung zu verwenden. Darüberhinausgehende Erträgnisse sollten mildtätigen Zwecken durch die finanzielle Unterstützung insbesondere der „Paritätischen Gesellschaft Behindertenhilfe GmbH“ in Stadthagen oder einer ähnlichen Einrichtung in der Umgebung zufließen.

Der Vorstand der Stiftung sollte von Personen / Repräsentanten bestimmter Institutionen gebildet werden. Gründungsmitglieder waren Grundschulrektor Claus Dieter Gnad, Bauamtsleiter Dipl. Ing. Ulrich Kuhlmann, beide nehmen bis heute die ihnen übertragene Funktion wahr. Auf den zurückgetretenen früheren Direktor der Sparkasse Obernkirchen Heinz Lampe, folgte der Sparkassenbetriebswirt Stephan Meier.

Zwischenzeitlich wurde der Haus- und Grundbesitz an der Neumarktstraße an die PLSW für einen notwendig werdenden modernen Werkstattneubau verkauft. Auch eine Eigentumswohnung in Rinteln und ein Wohnhaus in Obernkirchen wurden veräußert. Stattdessen wurden moderne Wohnungen erworben, eine davon in einer betreuten Wohnanlage für ältere Bürger. Die Erlöse flossen im Wesentlichen aktuellen Projekten der August Lücke Werkstatt zu.

Der Sitz der Stiftung befindet sich im Werkstattgebäude an der Neumarktstraße 42. Hier bezog die Stiftung ein kleines Büro und erfreut sich so der Gastfreundschaft der PLSW.

Ansprechparter*in "August-Lücke-Werkstatt"

Dietmar Lücking
Berufsbildungsbereich

August-Lücke-Werkstatt
Neumarkt 42, 31686 Obernkirchen
Tel. +49 5724 97200-657
Fax +49 5724 97200-654

d.luecking@plsw.de

Martin Sebastian Kracht
Begleitender Dienst, Gruppenleiter Arbeitsbereich

August-Lücke-Werkstatt
Neumarkt 42, 31686 Obernkirchen
Tel. +49 5724 97200-655
Fax +49 5724 97200-654

m.kracht@plsw.de

Carsten König
Betriebsstättenleiter

August-Lücke-Werkstatt
Neumarktstraße 42, 31683 Obernkirchen
Tel. +49 5724 97200-650
Fax +49 5724 97200-654

c.koenig@plsw.de

Neue Bildungs-Systematik (NBS)

In den Werkstätten der PLSW etablieren wir derzeit die „Neue Bildungs-Systematik (NBS)“. Eng angelehnt an die Ausbildungspläne anerkannter Ausbildungsberufe werden Lerninhalte in kleinste Einheiten, die sogenannten Qualifizierungseinheiten (QE) zergliedert. Diese stellen reich bebildert und in verständlicher Form und Sprache den Lerninhalt so dar, dass Menschen mit Beeinträchtigungen auch komplexere Tätigkeiten auf jeweils ihrem Leistungsniveau nachvollziehen und erlernen können.

Interessenvertretungen

Die Interessenvertretungen der Menschen mit Beeinträchtigung in den Betriebsstätten werden durch den Werkstattrat, der Frauenbeauftragte, des Eltern- und Betreuerbeirates, der Schwerbehindertenvertretung oder der Bewohnervertretung vertreten. Das heißt, Probleme, Sorgen, Impulse, Ideen können an die Interessenvertretungen herangetragen werden. Diese setzen sich mit Lösungsmöglichkeiten auseinander und stellen bei Bedarf den Kontakt zu den Betriebsstättenleitern, Geschäftsbereichsleitern oder zur Geschäftsführung her.

Newsletter