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Vielfalt entfalten

Fachtag zu Heilerziehungspflege im Wandel der Zeiten

Was hat sich in der Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen in 50 Jahren verändert? Wie steht es um die Inklusion heute? Und was wünschen sich Menschen mit Beeinträchtigungen, damit Inklusion gelingt? Mit diesen Fragestellungen befasste sich ein Fachtag, den die „Fachschule für Heilerziehungspflege und Heilpädagogik“ der Paritätischen Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland GmbH (PLSW) für Sonnabend, 22. Februar 2020, in ihrer Schule am Ostring 10a in Stadthagen veranstaltete.

Angehende Heilerziehungspfleger setzten sich schon einige Wochen davor intensiv mit dem Fachtag auseinander. In dem dualen System ihrer Ausbildung nutzten sie dafür sowohl die Tage in der Fachschule als auch ihre Arbeitstage in den Einrichtungen, in denen sie lernen, Menschen mit Beeinträchtigungen zu unterstützen. Wie hat sich die Heilerziehungspflege innerhalb der vergangenen 50 Jahre verändert? Das war eine zentrale Frage im Unterricht und die Ergebnisse daraus präsentierten Fachschüler auf dem Fachtag. Daraus ergaben sich bereits viele Ansatzpunkte für den folgenden dialogischen Vortrag, den Prof. Dr. Michael Komorek, Professor für Inklusion an der Evangelischen Hochschule Berlin, zum weiten Feld der Inklusion hielt. Er began bei den Wurzeln der Inklusion in der Behindertenrechtskonvention und widemete einen Schwerpunkt seiner Ausführungen der Frage, wie Inklusion im Sozialraum gelingen kann, mit dem Ziel, die Bemühungen um Inklusion hinfällig zu machen – weil sie nämlich vollendet ist.

Komorek leitete anschließend eine Gesprächsrunde an, in der Menschen aus Vereinen und Politik, mit Lehrkräften und Schülern der Fachschule sowie Menschen mit Beeinträchtigungen sich zu dieser Fragestellung äußerten.

Nach der Diskussion waren alle Teilnehmer zu einem HEPy-Meal eingeladen – dem Angebot zu vertiefenden Gesprächen in kleinen Gruppen, zu denen ein Snack gereicht wurde. Die Bezeichnung für diesen Teil des Fachtages ergab sich aus der Abkürzung für den langen Begriff Heilerziehungspfleger. Er lautet einfach „HEP“.

In der Fachschule waren außerdem Kunstarbeiten angehender Heilpädagogen zum Thema „Vielfalt entfalten“ zu sehen. Eines der Kunstwerke ist Eduard, das Chamäleon. So haben seine Schöpferinnen Kim Brenning, Laura Michel und Sara Hücker ihn getauft: Ein Sinnbild für den Wandel ihres Arbeitsfeldes und für die bunte Vielfalt der Menschen, mit denen sie arbeiten.

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