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48 Jahre ein Teil des Unternehmens

Herzlichen Glückwunsch, lieber Manfred!

Nun bist Du schon seit 48 Jahren in unserem Unternehmen. Du bist uns mit so viel Freundlichkeit begegnet. Hier hast Du schon viele Dinge erlebt und viele Menschen kennenlernen dürfen.


Uns. Wer ist „uns“? Wir sind Maike und Jennifer und gehören zu der Klasse unserer Fachschule für Heilpädagogik, die im PLSW-Aktionsjahr Interviews geführt hat, die an dieser Stelle Monat für Monat als „Berichte aus dem Leben“ zu lesen sind. Wir durften eines dieser Gespräche mit Manfred Ladwig führen.

Als wir beim Schreiben dann bemerkten, dass Manfred nun tatsächlich schon seit 48 Jahren bei der PLSW arbeitet, wollten wir ihm unbedingt dazu gratulieren. Und wie, dachten wir, könnte das schöner geschehen als mit dem Gruß an dieser Stelle hier?

Manfred hat viel Freude an der Arbeit in der Werkstatt der PLSW in Stadthagen. In der Schlosserei ist er dort tätig. Eigentlich könnte er schon sein Rentner-Dasein genießen, zieht es aber vor, an drei Tagen pro Woche noch zur Arbeit zu gehen. Besonders schätzt er auch die Ausflüge mit seinen Kollegen. „Letzte Woche waren wir in Hannover mit der Gruppe. Bei der EMO Maschinenmesse. Da sind wir mit der Bahn hingefahren“, erzählte er uns. Kaum jemand bei der PLSW dürfte mehr Kollegen als Manfred gehabt haben – in seinen 48 Jahren Arbeit ist er in allen drei Werkstätten in Stadthagen zum Einsatz gekommen: Zuerst in der Enzer Straße, dann in der Westernstraße und nun in der Lothar-Wittko-Werkstatt am Ostring.

Wenn Manfred nicht arbeitet, hört er gerne Musik oder sieht fern. Damit die Film-Auswahl für ihn größer ist, hat er sich einen Streaming-Dienst geleistet. Gerne geht – oder vielmehr fährt – Manfred aber auch mit Freunden aus.

Fahren ist die richtige Bezeichnung für ihn, weil Manfred im Rollstuhl sitzt. Bereits 1983 hatte er eine große Operation an den Beinen und hat damals monatelang im Krankenhaus gelegen.

Heute tragen ihn seine Beine kaum noch. Mit Physiotherapie und Fitness-Training versucht er dagegen anzugehen und auch seine Arme zu trainieren. „Umsonst kommt nichts“, sagt er fröhlich.

Seine Arme mussten die Beweglichkeit seiner Beine schon oft kompensieren. Wer im Rollstuhl fährt, braucht kräftige Arme. Seit einiger Zeit fühlt Manfred sich für den Antrieb des Rollstuhls mit den Armen aber auch nicht mehr fit genug, weswegen er nun einen elektrischen Rollstuhl bekommen hat:

Mit einem Strahlen im Gesicht hast du uns während des Interviews Deinen nigelnagelneuen Elektro-Rollstuhl präsentiert und uns vorgeführt, wie er funktioniert: Zwei Knöpfe für den Antrieb drücken und los geht die Fahrt! Ein, zwei Stühle standen zwar im Weg, so dass uns anfangs ein wenig Angst und Bange wurde, doch das hat Dich nicht aus dem Konzept gebracht. Du bist weitergefahren und vor Glück über Deinen tollen Rollstuhl hast Du nur so gestrahlt.

Auch in seiner Wohnung hat Manfred Hilfsmittel, um so weit wie möglich selbständig in seinem Alltag sein zu können. Vor etwa einem Jahr ist beispielsweise ein Treppen-Lift eingebaut worden.

Wir haben an diesem Nachmittag einen freundlichen, selbstständigen und offenen Menschen kennengelernt, der uns wirklich gerne aus seinem Leben berichtet hat. Probiert es doch auch mal aus, ein Interview mit einem fremden Menschen über seine Lebensgeschichte zu führen. Dabei können tolle neue Erfahrungen gesammelt und nette Menschen kennengelernt werden!


Das Interview mit Manfred Ladwig haben Maike Losch und Jennifer Müller geführt.

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